Manchmal brauche ich einen Regenschirm und dabei regnet es nicht einmal

Manchmal brauche ich einen Regenschirm und dabei regnet es nicht einmal

Hansestadt Rostock

Ein kleines virtuelles Zirkuszelt ohne Bunte Lichter, keiner kann mich darunter sehen und ich kann mal in Ruhe nachdenken und abschalten.

„Sozialkino“, ist das Stichwort:

Ich möchte im öffentlichen Nahverkehr einfach nicht wissen wer mit wem irgendwie verkehrt. Ganz zu schweigen von anderen Familiendramen oder irgendwelchen Gedöns.

Und dabei geht es durch alle Schichten der Spezies Mensch. Ob promoviert oder Geringverdiener, anscheinend sehen sie alle das Gleiche im abendlichen TV Dschungel. Ich meine das gar nicht böse, nur warum sind so viele Mitmenschen so mitteilungsbedürftig und tun dieses auch noch so lautstark kund? Es gibt doch diese neuen modernen sozialen Netzwerke wie Facebook oder Twitter und Co und das geht ganz leise.

Hansestadt Rostock

Da ist auch die gestresste Mutter, die nur ruft: „Emma Magdalena oder Kevin Henry! Setze dich jetzt bitte hin und lass Mama mal eine Nachricht schreiben. Abends kommen oft noch andere Zeitgenossen hinzu die, ein wenig über den Durst getrunken haben. Oftmals verderben jene Personen einem auch noch einen bisher gelungenen gelungen Tag mit ihrem Getöse und Gegröle.

Morgens ist immer früh und man wäre doch so froh, wenn man abends so müde wie am nächsten Tag danach. Ich wünsche mir dann einen bedächtigen Start in den Tag. Was bin ich froh über meinen Walkman und mein Buch. Einige andere Mitfahrer vertiefen sich in auch in die aktuelle Tageszeitung oder in irgendeine Illustrierte. Die Jüngeren, die kreuz und quer durch die Stadt gekarrt werden um zu ihren Schulen zu gelangen, sabbeln und brabbeln oder machen noch ihre Hausaufgaben. Die meisten aber malträtieren ihre Smartphones um die neuesten Nachrichten von nah und fern zu erhalten. Einige Zeitgenossen schleppen auch schwere Bücher mit sich rum die sie dann gehetzt von einer zur nächsten Haltestelle lesen. Manche tun dieses sogar im Stehen und das nur weil die Bahn mal wieder überfüllt ist. Es werden aber immer mehr, die ihren schlanken E Book Reader aus der Tasche holen. Mach ich auch, seitdem letzten Jahr um ein wenig in eine andere Welt abzutauchen. Ein wenig Ruhe braucht der Mensch einfach.

Facebook Like
Dieser Beitrag wurde unter Strandgut veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.